4169x Nein zur Ladenöffnungszwängerei

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Verfasst durch Luzerner Gewerkschaftsbund

Das Referendum der Sozialpartner des Detailhandels gegen die Revision des Ruhetags- und Ladenschlussgesetzes kommt zustande.

Was unter dem Vorwand begann, einzelne Hofläden zu legalisieren, entpuppt sich als weitreichende Liberalisierungsvorlage mit mehr Sonntagsarbeit und längeren Öffnungszeiten. Unterstützt von der SP und der SVP-Fraktion haben Gewerkschaften und der kantonale Detaillistenverband 4169 beglaubigte Unterschriften aus nahezu allen Luzerner Gemeinden eingereicht.

«Die Bevölkerung schätzt die persönliche Beratung im Detailhandel», sagt Martina Stutz, Präsidentin des Detaillistenverbands Kanton Luzern (DVL). «Anonyme Container ersetzen kein Fachpersonal und bilden auch keines aus.» Dorfläden sind mehr als Verkaufsorte: Sie sind soziale Treffpunkte. Genau diese Strukturen werden durch die geplante RLG-Revision unter Druck gesetzt, während automatisierte Verkaufscontainer gefördert werden.

Nein zu mehr Sonntagsarbeit

Mit der neuen Regelung rund um E-Ladestationen würde die Zahl der Tankstellenshops stark zunehmen. Diese können von 5.00 Uhr bis 22 Uhr öffnen – auch am Sonntag! «Diese massive Ausdehnung der Öffnungszeiten stösst bei der breiten Bevölkerung auf Unverständnis», betont Caroline Rey, Präsidentin des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB). Die RLG-Revision ist ein weiterer Schritt in Richtung Einkaufen rund um die Uhr. «Längere Öffnungszeiten mit gleichem Personal gehen auf Kosten der Mitarbeitenden», bemängelt Rey.

Beide Präsidentinnen betonen, dass sie eine Regelung für Hofläden begrüssen. Dies war das ursprüngliche Ziel der Gesetzesrevision. Leider haben die Liberalisierungsturbos nun aber das Fuder überladen. Zum Schutz des lokalen Detailhandels und fairer Arbeitsbedingungen empfehlen sie der Stimmbevölkerung ein Nein zur überladenen Liberalisierung 

 

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