| LGB-Jahres-Delegiertenversammlung 2010 |
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An der Jahres-Delegiertenversammlung des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB) forderte SGB-Präsident und Nationalrat Paul Rechsteiner eine soziale Wende. Er rief die 56 Delegierten auf, den Sozialabbauern erneut eine Absage zu erteilen und das Referendum gegen den Abbau der Arbeitslosenversicherung zu unterstützen. Mit der einstimmigen Ja-Parole zur Initiative „für faire Prämienverbilligung“ wollen die Gewerkschaften auch auf kantonaler Ebene den Abbau bei der Prämienverbilligung stoppen. Kampf gegen Sozialabbau nötig Gastreferent Paul Rechsteiner zog Parallelen zwischen der Krisenbewältigung der EU in Griechenland und derjenigen in der Schweiz. Hier wie dort wurden die Banken mit Milliardenbeiträgen gestützt, während nun Arbeitnehmende und Rentner zur Kasse gebeten werden. In Griechenland wehrten sich zum Glück die Gewerkschaften, so Rechsteiner. In der Schweiz liege es nun an uns allen eine soziale Wende zu fordern. Bei den 68 Milliarden an die UBS durfte nicht das Parlament, sondern einzig die Aktionäre der Grossbank darüber abstimmen, ob sie das grosszügige Geschenk auch annehmen wollen. Beim laufenden Frontalangriff gegen unsere Sozialversicherungen wird aber – wie schon bei der Rentenklau-Abstimmung – das Volk das letzte Wort haben. Beim geplanten Abbau bei Arbeitslosenversicherung, AHV und Unfallversicherungsgesetz zahlen nicht die Verursacher der Krise sondern deren Opfer. Dagegen müssten sich die Gewerkschaften wehren, so Rechsteiner. 10% Prämien sind genug Gegen den stetsen Sozialabbau bei der kantonalen Prämienverbilligung sind die Gewerkschaften bereits aktiv. Nach der Unterstützung bei der Unterschriftensammlung beschlossen die im Anker anwesenden LGB-Delegierten einstimmig die JA-Parole zur Prämienverbilligungs-Initiative der SP. „Für Normalverdiener und Familien sind nicht die Steuern, sondern die zu hohen Krankenkassenprämien das grösste Problem“, sagte der Stv. LGB-Geschäftsleiter Marcel Budmiger. Zehn Prozent des anrechenbaren Einkommens für die Prämien seien genug. Dies umso mehr, als der Kanton die Krankenkassenprämien künstlich in die Höhe treiben will. Verabschiedung aus dem Vorstand Danach verabschiedeten die Delegierten Franziska Lustenberger, welche nach 22 Jahren Mitarbeit bei verschiedenen Gewerkschaften nun in den Ruhestand tritt. Auch Rosemarie Stocker-Koch geht nach 14 Jahren als vpod-Sekretärin in Pension. LGB-Vizepräsidentin Arlette Fischer dankte beiden für ihren langjährigen Einsatz für die Luzerner Arbeitnehmerbewegung. Als Nachfolge für Rosemarie Stocker-Koch wird Gabriel Fischer im LGB-Vorstand Einsitz nehmen. Der restliche Vorstand, wie auch LGB-Präsident Giorgio Pardini wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt: Der neue LGB-Vorstand: Giorgio Pardini, Präsident Arlette Fischer, Vize-Präsidentin Peter Spichtig, Kassier, Geko Marcel Budmiger, Stv. Geschäftsleiter (beratend) Peter Dietrich, Geko Gabriel Fischer, vpod Ruth Ganassi, Unia Ignacio Hernández, Unia Daniela Kiener, Geko Edith Keiser-Gloor, Unia Mattia Mandaglio, Unia Giuseppe Reo, Unia Yvonne Schärli, Regierungsrätin (beratend) Louis Schelbert, Geschäftsleiter (beratend) Marlies Zeier, avenir social Bruno Zimmermann, comedia |






